Die Integrative Gestalttherapie wurde von Fritz Perls und seiner Frau Lore Perls gegründet. Sie entstammt ursprünglich aus der Psychoanalyse. Es wurden mit der Zeit weitere Aspekte anderer Richtungen integriert. Körperorientierte Aspekte wurden bedeutend. Gestalttherapie geht davon aus, dass KlientIn und TherapeutIn gleichwertige Partner sind. Die Klienten sind die Experten für ihre Probleme und bekommen Unterstützung, um die meist schon vorhandene Lösung zu erkennen und zu verbalisieren. Die TherapeutIn hört wertfrei und interessiert zu und bietet Anregungen zur Veränderung. Durch die neu gewonnenen Einsichten, kann ein Stück unerledigter Inhalte in die Lebensgeschichte integriert werden und ist somit nicht mehr so belastend oder verschwindet im Idealfall ganz. Die Therapeuten Klienten Beziehung ist das Hauptinstrument. Von hier aus entspringen die Interventionen und Experimente.

Gestalttherapie ist der Überzeugung, dass es zuerst um uns selber und unser Wohlbefinden geht, bevor wir uns um andere kümmern. Dies kollidiert oft mit anerzogenen Verhaltensweisen. Wir dürfen und durften uns selber nie so wichtig nehmen.

Ein Zitat von Fritz Perls bringt es auf den Punkt: „Ich lebe mein Leben und du lebst dein Leben. Ich bin nicht auf dieser Welt, um deinen Erwartungen zu entsprechen – und du bist nicht auf dieser Welt, um meinen Erwartungen zu entsprechen. Ich bin ICH und du bist DU – und wenn wir uns zufällig treffen und finden, dann ist das schön, wenn nicht, dann ist auch das gut so.“